Das Auslaufbauwerk wird ca. 1,0 km nördlich von Löbnitz bei Mulde-km 58+200 bis 58+600 angeordnet. Es besteht aus einem Wehr mit Stemmtorverschlüssen mit einer Gesamtöffnungsbreite von 40 m dessen Achse zum bestehenden Polderdeich Löbnitz - Bad Düben um ca. 30° abgewinkelt ist. Stromauf schließt sich eine 300 m lange feste Überlaufschwelle an.



Für den beweglichen Wehrabschnitt ist eine flach gegründete Halbrahmenkonstruktionmit vorgesehen. Als Verschlüsse sind fünf 8,0 m breite und ca. 2,8 m hohe Stemmtore angeordnet. Auf einen Antrieb wird verzichtet. Bei einer Wasserspiegeldifferenz zwischen Polder und Mulde von +0,10 m wird die Verriegelung zerstört und die Tore öffnen sich selbstständig.



Eine Energieumwandlungsanlage ist sowohl polder- als auch muldenseitig aufgrund der geplanten Wehrsteuerung nicht erforderlich. Die Wehrverschlüsse werden erst nach einer Ausspieglung des Wasserstandes zwischen Polder und Mulde geöffnet. In diesem Fall ist kein Fließwechsel am geplanten Wehrbauwerk zu erwarten. Aufgrund der erhöhten Strömungsgeschwindigkeiten im Bereich der Wehröffnung wird polder- und muldenseitig eine Befestigung mit Wasserbausteinen vorgesehen.



Die Überströmstrecke besteht aus einem Deichabschnitt mit abgesenkter Deichkrone, die Oberkante liegt in Höhe der Wasserspiegellage des HQ(25). Die polderseitige Böschungsneigung ist mit 1:8 abgeflacht und mit einer Polyamidstrukturmatte, die in der Oberbodenabdeckung mit Rasenansaat verlegt wird, befestigt. Die Befestigung des Deichfußes erfolgt mittels Steinschüttung.